Schnee am Erbeskopf im Nationalpark Hunsrück-Hochwald © Cora Backes | Green Shaped Heart

Traumschleife Gipfelrauschen im ersten Schnee

Ein Dienstagmorgen Mitte November. Am Tag zuvor heftiges Verkehrschaos nach dem Wintereinbruch im Hunsrück. Ich habe Urlaub. Und werfe hoffnungsvoll einen Blick auf die Webcam am Hunsrückhaus, zu Füßen des Erbeskopfs. Sehe, was ich mir wünsche: Schnee. Alles weiß! Zart gepudert zwar nur, aber immerhin. Hibbelig frühstücke ich zu Ende, schlüpfe in die warmen Wanderklamotten – nach dem langen Sommer braucht es einen Moment, die hoffentlich richtige Wahl zu treffen – packe den Rucksack und mache mich auf den Weg. Hier unten bei uns ist es so gar nicht winterlich, nur kalt. Aber siehe da, ein paar Kilometer weiter sind die Dächer, Felder und Bäume weiß gepudert. Noch mehr Vorfreude kommt auf, ich kann es kaum erwarten.

Es ist nicht der erste Schnee im Winter 2017/2018 am Erbeskopf, aber mein erster für diesen Winter. Ich freue mich unfassbar, als ich aus dem Auto aussteige und zum ersten Mal für diese Saison Schnee unter den Wanderschuhen habe. Zum ersten Mal wieder rutsche auf der plattgefahrenen, steif gefrorenen Schneedecke vor dem Hunsrückhaus. Yay, endlich wieder Schnee!

Schnee am Erbeskopf © Cora Backes | Green Shaped Heart

Und dann kann ich mein Glück kaum fassen: Ich bin die allererste auf der Traumschleife Gipfelrauschen an diesem Tag. Keine anderen Fußspuren, ich bin ganz alleine. Na gut, fast ganz alleine. Ein paar Hasen, Füchse, Rehe und Vögel haben den Weg an der ein oder anderen Stelle gekreuzt oder benutzt, das ist deutlich sichtbar heute. Aber meine sind die ersten menschlichen Spuren an diesem Tag und ich habe den Weg und den Wald ganz für mich alleine. Ist das herrlich!

Vorsichtig setze ich meine Schritte den Berg hinauf, es ist steil und rutschig. Der Schnee knirscht unter meinen Füßen. Ab und an rieselt etwas Schnee von den Ästen und Nadeln der Bäume neben mir hinab. Ich genieße den Schnee, die Kälte, die Stille im Wald und vor allem das Alleinsein hier und heute sehr. Erst auf dem letzten Kilometer kommen mir zwei andere Wanderer entgegen – sie werden vielleicht die Ersten gewesen sein, die ihre Schritte auf Gipfelrauschen in der anderen Richtung gesetzt haben für heute.

Erster Schnee am Erbeskopf © Cora Backes | Green Shaped Heart

Und weil es schon einen ausführlichen Blogbericht über die Traumschleife Gipfelrauschen hier gibt, teile ich heute nur ein paar Winterbilder mit euch (zum Vergrößern einfach auf das jeweilige Bild klicken) und hoffe, dass es diesen Winter noch richtig viel Schnee geben wird, um euch dann ein echtes Winterwonderland am Erbeskopf zeigen zu können. Drückt die Daumen! 🙂

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3 Kommentare zu “Traumschleife Gipfelrauschen im ersten Schnee

  1. Ich muss da auch unbedingt mal hin!

    • Hey Aurora 🙂
      Aber hallo, es lohnt sich, egal ob im Schnee oder im Hochsommer, wenn alles grün ist. Du und Doris kommt da bestimmt noch hin, bei eurem Plan, den Saar-Hunsrück-Steig zu erwandern.
      Liebe Grüße

  2. Ich gebe zu, ich tue mich schwer mit dem ersten Schnee. Andererseits ist es so verführerisch durch frisch gefallenen Schnee zu stapfen. Wenn ich nur nicht immer so frieren würde 😉

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