Geocaching Entdeckungen © Cora Berger

Geocaching: Auf Schatzsuche die Welt entdecken

Es ist Sonntag. Ausnahmsweise (oder soll ich fast sagen: endlich) steht mal nichts im Terminkalender und wir beginnen den Tag in aller Ruhe. Das Wetter ist herbstlich, 16 Grad, aber trocken – ich möchte vor die Tür und das alljährliche Schauspiel der Natur erleben und bewundern. Aber einfach nur spazieren gehen ist fast wieder zu langweilig heute. Was also tun? Habt ihr als Kind auch gerne eine Schnitzeljagd gemacht oder Stunden bei einer Schatzsuche verbracht? Dann lautet des Rätsels Lösung: Geocaching.

Damit haben wir uns schon im letzten Herbst den ein oder anderen Tag vertrieben und viel Spaß gehabt. Und da es heute mal wieder wirklich schön war, folgt hier mein kurzer Bericht dazu.

Geocaching ist im Prinzip eine Schatzsuche für „Große“, die überall stattfinden kann. Alles was man dazu braucht ist ein GPS-fähiges Gerät (wir nehmen derzeit unsere Smartphones), die Geodaten der Caches, die man finden möchte, und Spaß am Suchen und Tüfteln. An die Geodaten kommt man zum Beispiel, wenn man sich auf einer Plattform wie www.geocaching.com anmeldet. Hier findet ihr eine Einführung in das Spiel: Geocaching Guide.

Das Spannende dabei ist: wir kommen immer wieder in Gegenden rund um unser Zuhause, die wir vielleicht noch gar nicht kennen. Zum Teil sucht man sich passende Wege zu den einzelnen Caches, zum Teil sind die Caches entlang eines Rundweges angeordnet, wie bei unserem heutigen Fall. Geocacher entdecken dabei tolle Fleckchen Erde, es geht also nicht nur um die Suche an sich, sondern auch darum, anderen Cachern Landschaften oder besondere Orte zu zeigen. Also genau das Richtige für mich. Ein paar Impressionen von heute gibt es hier:

Waldweg im Hersbt © Cora Berger

Dicke Eiche Hasborn © Cora Berger

Wir haben uns heute einen spannend klingenden Multicache ausgesucht, das heißt: mehrere Caches sind zu einem Thema versteckt worden. In unserem Fall gibt es am Ende einen Bonuscache, dessen Koordinaten sich nur mit Hilfe der anderen herausfinden lassen. Natürlich kann man aber auch einfach einzelne Caches einer Serie suchen und loggen. Ein bisschen unglücklich ist nur, wenn man, wie wir im letzten Jahr, schon mal drei oder vier Caches einer Serie loggt, ohne sich die entscheidenden Infos zu notieren. Und das nur, weil wir vorher den Einführungstext des Bonuscaches nicht gelesen haben… Tödöööö… 😉 Lektion gelernt: ab jetzt wird immer erst vorab gelesen und dann gesucht.

Für uns ging es auf die Suche nach der „Thor-Serie“ rund um Hasborn-Dautweiler. Nebenbei lernt man auch gerade noch was über die germanisch Mythologie – sehr spannend! Auch für alle, die die Grundlagen hinter den Marvel-Comics kennenlernen möchten. 🙂 Nun ja, zurück zum Geocaching: von insgesamt 8 Caches haben wir heute knapp die Hälfte gesucht und gefunden, den Rest heben wir uns für’s nächste Mal auf. Wir hatten hier tolle und teils wirklich anspruchsvolle Verstecke und Rätsel, die vom Owner mit viel Liebe zum Detail und sicherlich in vielen Arbeitsstunden gefertigt wurden. So macht Geocaching unheimlich viel Spaß und wir freuen uns schon auf die weiteren Caches dieses und weiterer Multis. Und wie es sich gehört: thanks for the cache!

Herbstwald Saarland 2014 © Cora Berger

Nacktschnecke am Baum Geocache © Cora Berger

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2 Kommentare zu “Geocaching: Auf Schatzsuche die Welt entdecken

  1. Cool, das wollte ich auch immer schonmal machen!
    In Eurem Fall war aber die Natur der Schatz, oder?
    Ich dachte bisher immer, dass man einen Schatz hinterlässt, den der nächste dann findet- und der hinterlässt dann was von sich für den nächsten…u.s.w.

    • Hi Lena,

      danke für deinen Kommentar. Du hast schon Recht, wir suchen da tatsächlich Schätze in Form von kleinen oder größeren Döschen. Darin befindet sich dann das Logbuch, in das sich der Finder einträgt, erst dann logge ich den Fund auch online. Je nach Platz ist in der Dose dann auch eine Kleinigkeit, z.B. eine Figur oder ein Bildchen oder so. Da darf man etwas raus nehmen, sollte dann aber im Tausch auch wieder etwas hinein legen. Gestern haben wir in einem Cache sogar einen Travelbug gefunden, sprich eine Art wandernder Fund. Er hat eine Kennung und seine Reise kann, wenn sie von den Findern geloggt wird, auf einem Portal verfolgt werden. Wir haben ihn mitgenommen und werden ihn bei Gelegenheit weiter auf die Reise schicken. 🙂
      Die Schönheit der Natur, die wir gestern wieder entdeckt haben, ist ein für mich sehr wichtiger Nebeneffekt. Häufig sind Caches aber aus diesem Grund auch an Orten mit schönen Aussichten oder an besonderen Plätzen versteckt.

      Liebe Grüße auf die Insel
      Cora

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