Rastatter Freizeitparadies Header © Cora Berger

Rastatter Freizeitparadies am Deglersee

Der Sommer 2015 meint es gut mit uns, so konnten wir auch jetzt Ende August noch einen herrlich warmen Tag genießen. Das heißt: wieder tauchen für den Liebsten und ein Sommertag am See für mich. Dieses Mal fiel unsere Wahl auf das Rastatter Freizeitparadies in Baden -Württemberg in der Nähe von Karlsruhe. Der See ist bei Tauchern beliebt und hat auch für die nicht-tauchenden Mitfahrer einiges zu bieten. Das Rastatter Freizeitparadies liegt in einer der wärmsten Regionen Deutschlands, in der Rheinebene mit Blick auf den Schwarzwald. Was wir am Wochenende dort erlebt haben, erzähle ich euch hier.

Nach zwei Stunden Fahrt vom Saarland aus erreichen wir das Rastatter Freizeitparadies bei Plittersdorf, einem Stadtteil von Rastatt. Wir kennen den Deglersee und sein Freizeitangebot bereits von früheren Tauchtouren, ich selber haben übrigens meinen ersten „richtigen“ Freiwassertauchgang nach der bestandenen Prüfung hier gemacht. Im Frühjahr bei 6 Grad Wassertemperatur, aber relativ klarer Sicht. Man, ich hab gefroren, das sag ich euch. Seitdem (das war 2013) waren wir schon ein paar Mal hier zum Tauchen.

Angekommen am Rastatter Freizeitparadies

Das Rastatter Freizeitparadies besteht aus einem großen Camping- und Zeltplatz, laut Website gibt es hier 400 Stellplätze. Dementsprechend ist auch der erste Eindruck beim Betreten der Anlage, es sieht so aus, wie ich mir einen Campingplatz vorstelle. Direkt neben dem relativ kleinen Parkplatz gibt es eine Durchfahrtsschranke für Wohnmobile und Wohnwagen etc.. Wir kommen um kurz nach 10 morgens an und ergattern einen der letzten freien Parkplätze vor dem Gelände. Als wir gehen, steht die Wiese neben der Einfahrt und entlang der Straße voller Autos, teils kreuz und quer geparkt. Entweder hab ich ihn nicht gesehen oder aber es gibt einfach keinen größeren Parkplatz. In den Gebäuden neben der Schranke befinden sich die Rezeption, direkt davor sitzt an Tagen wie diesen eine Frau mit ihrem Stühlchen und einem Tisch und verkauft Tageseintrittskarten. Die Taucher gehen durch, sie bezahlen ihren Eintritt mit der Tauchgebühr. Im selben Gebäude gibt es dann noch einen kleinen Markt, einen Bäcker, die Tauchbasis und das Restaurant. Dahinter schließen sich die Dusch- und Toilettenanlagen an. Alles macht einen sauberen und gepflegten Eindruck.

Blick von Tauchbasis auf die Wiese im Rastatter Freizeitparadies © Cora Berger

An der Tauchbasis der Delfin Divers + Tauchfabrik Rastatt melden sich die Jungs an. Blöde Sache: einer hat sein Brevet (also quasi den „Führerschein“ zum Tauchen) vergessen, den man immer dabei haben und vorzeigen muss. Klar, sollte immer im Gepäck sein, aber es ist an sich auch kein Beinbruch, wenn nicht. Und wenn man nun mal fast 200 km weit weg wohnt, kann man auch nicht mal eben zurück fahren und es holen. Für solche Fälle gibt es aber Systeme, in denen Tauchbasenbetreiber online nachschauen können, ob derjenige tatsächlich brevetiert ist. Hier stoßen meine Taucher aber erst mal auf eine genervte Angestellte, die keine Lust auf Nachschauen hat und erstmal pampig reagiert. Kann ja sein, dass das immer einen Umstand bedeutet, aber meiner Meinung nach gilt hier, wie auch sonst: der Ton macht die Musik. Letztendlich klappt aber doch alles und die beiden dürfen tauchen gehen.

Es gibt direkt neben dem Weg, der von den Hauptgebäuden und dem zentralen Platz weg an den See führt, einen Tauchereinstieg, der auch als solches gekennzeichnet ist. Hat den Vorteil, das hier kaum einer schwimmen geht und die vielen Taucher hier in aller Ruhe ins Wasser gehen können. So entzerrt sich das alles etwas, finde ich gut. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen, dann legen die Jungs los mit ihrer Ausrüstung. Ich genieße derweil den noch leeren Strand. Ein einsamer Schwimmer zieht seine Runden durch den Deglersee. Am Rand wirkt der See sehr blau und klar, weiter hinten eher grün-blau. Von der Oberfläche aus sieht es schön aus. Die Taucher erzählen später, dass es recht trüb war unter Wasser, auf den Videos sieht man nur grün.

Unser Plätzchen auf der Tauchwiese im Rastatter Freizeitparadies © Cora Berger
Unser Plätzchen am See
Badestrand Rastatter Freizeitparadies © Cora Berger
Der Badestrand noch leer

Neben uns ist noch eine größere Gruppe Taucher da, später kommen immer wieder kleinere Gruppen dazu. Insgesamt werden es gut und gerne 50 Taucher gewesen sein, die in der Zeit, in der wir dort waren, ebenfalls einen Tauchgang gemacht haben. Hier ist also einiges los. Unter Wasser gibt es aber auch, wenn es denn nicht so trüb ist, einiges zu sehen. Ein paar Statuen sind versenkt, es gibt einen schön bewachsenen Ast mit Beschreibungskärtchen, eine Plattform (hier wird von der lokalen Tauchschule auch ausgebildetet) und sogar eine LKW-Kabine. Außerdem haben wir bei früheren Tauchgängen schon schöne Hechte und einen recht großen Krebs gesehen.

Vor dem Abtauchen im Deglersee © Cora Berger

Liegewiese am Deglersee mit Blick auf Campingbereich © Cora Berger
Blick von der Liegewiese auf den Campingbereich

Während „meine“ Taucher im Wasser sind, liege ich auf unserer Decke und genieße den Vormittag. Es ist schon relativ warm in der Sonne. Auf dem Weg hinter mir, der den Strand am Rastatter Freizeitparadies vom Campingbereich trennt, ist viel los. Camper fahren auf Fahrrädern hin und her, Strandbesucher schleppen ihre Liegen und Getränkekisten zur Liegewiese, ab und an fährt das Eisauto vorbei. Das ist klasse, es gibt hier ein Eisauto (bei uns im Saarland heißt das „Eismännje“), das den ganzen Tag rund um den See fährt und so knapp einmal pro Stunde bei mir vorbei kommt. Dort gibt es Bällchen Eis und kleine Becher, z.B. das obligatorische Spaghettieis. Und echt nicht schlecht, wir haben später vor der Heimfahrt natürlich noch eins gegessen.

Der Campingbereich ist mit einer großen Hecke vom Weg abgeschirmt, finde ich gut, denn so kann den Campern nicht jeder in den Wohnwagen bzw. das Zelt glotzen. Weiter hinten gibt es einige Mobilheime, schöne Exemplare sind da dabei, so richtig mit Garten und Terrasse. Hier urlaubt es sich bestimmt klasse, so mit Blick auf den See. Der morgendlichen Schwimmrunde bevor der Trubel los geht steht so nichts im Weg, das hat was.

Unterwegs rund um den See

Schwimmen kann man übrigens rund um den See. Der asphaltierte Weg führt einmal rund herum. Ich habe es nicht gemessen, aber zu Fuß braucht man im Spaziertempo vielleicht eine halbe Stunde rund herum. Wahnsinnig riesig ist das Rastatter Freizeitparadies also nicht, aber da man sich überall hinlegen kann, verteilt es sich gut, finde ich. Bei meinem Spaziergang um den Deglersee komme ich außerdem an der Minigolf- und an der Bouleanalage vorbei, die beiden befinden sich direkt an der großen Hauptwiese. Hier wird auch Fußball gespielt, außerdem gibt es noch eine Reihe an Spielangeboten.

Minigolf im Rastatter Freizeitparadies © Cora Berger

Beachvolleyball am Deglersee © Cora Berger

Selfie im Sand am Rastatter Freizeitparadies © Cora Berger
Selfie im Sand

Relativ direkt nebenan sind die Beachvolleyballfelder und ein weiteres Spielfeld mit rotem Hartplatzbelag. Die Volleyballfelder sind ebenfalls gepflegt, die Netzt stabil und intakt, der Sand so richtig weiß. Hier macht das Beachen bestimmt richtig viel Spaß!

Ich gehe weiter und entdecke eine Liegewiese voller Bäume. Es ist wirklich idyllisch und ruhig, gar nicht viel los. Für alle, die gerne ein Schattenplätzchen haben, ist hier der richtige Ort. Da es aber von hier relativ weit zum Hauptgebäude oder dem anderen Toilettengebäude am Ende des Sees ist, stehen am Rundweg immer wieder Klohäuschen. Von der Wiese aus erreicht man den See über kleine Strandabschnitte, dazwischen ist Schilf und viel grün. Schön hier auf dieser Seite.

Liegewiese voller Bäume am Deglersee © Cora Berger

 

Strand am Deglersee © Cora Berger

Ganz am anderen Ende des Sees ist es sehr ruhig. Der Strand ist hier nicht mehr ganz so sauber, es scheint als wohnten hier ein paar Enten. Hier befindet sich auf der anderen Seite des Zauns der Golfplatz, man sieht auf das Green und das Clubhaus. Außerdem ist hier noch ein Gruppenzeltcamp und ein Spielplatz. Dieser wird als „Abenteuerspielplatz“ bezeichnet, es sind verschiedene Spielburgen, Schaukeln und andere Spielelemente. Außerdem gibt es eine Tischtennisplatte. Das Ping-Pong des Balls lässt mich aus irgendeinem Grund unwillkürlich an Urlaub denken.

Abenteuerspielplatz Rutsche am Deglersee © Cora Berger
Ein Teil des Abenteuerspielplatzes
Abenteuerspielplatz am Deglersee © Cora Berger
Zweiter Teil des Abenteuerspielplatzes, Zeltcamp im HIntergrund

Auf dieser Seite vom Rastatter Freizeitparadies läuft man dann an den Mobilheimen vorbei. Das hatte ich ja oben schon erwähnt, da sind teilweise richtige Häuschen dabei, mit Veranda und angelegtem Garten. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige der Menschen hier oft und noch öfter da sind, es ist schön hier. Auf der Liegewiese rechts von mir spielen Kinder im Sand, liegen Menschen auf Decken oder schaukeln in Luftmatratzen oder aufblasbaren Booten über den See. Was ich hier gar nicht sehe, ist eine Badeaufsicht. Ab und an fährt mal einer auf einem Golfcaddy mit der Aufschrift „Strandsheriff“ und einem Rettungsring hinten drauf vorbei.

Inzwischen bin ich zurück an unserem Plätzchen. Während die Jungs den zweiten Tauchgang des Tages machen, lasse ich den Samstag Samstag sein, genieße die wärmende Sonne und das Leben um mich herum. Obwohl viele Menschen hier sind, finde ich es nicht trubelig oder unangenehm.

Schattiges Plätzchen am Deglersee © Cora Berger

Am späten Nachmittag machen wir uns schließlich wieder auf den Heimweg. Die Taucher melden sich an der Basis ab, wir kaufen noch kühle Getränke und düsen dann los.

Was kostet der Spaß?

Ich habe als Tageseintritt für Strandbesucher 3,- € bezahlt. Als Taucher zahlt man 10,- € für die Tageskarte, eine Flaschenfüllung hat 6,- € gekostet für eine 12 L Flasche. Alles also recht gute Preise, finde ich. Gegessen haben wir nichts, daher kann ich nicht sagen, wie das Preisniveau im Restaurant ist.

Alles weitere zum Tauchen steht auf der Website der Delfin Divers + Tauchfabrik.

Campingpreise findet ihr auf der Website vom Rastatter Freizeitparadies.

Mein Fazit

Für einen Tag am See ist das Freizeitparadies Rastatt gut geeignet. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man hier als Camper, egal ob im Zelt oder Wohnwagen oder im Mobilheim, gut aufgehoben ist. Laut Website wird für Kinder auch ein Ferienprogramm angeboten, was davon mitbekommen haben wir an diesem Samstag nicht. Die Sanitäranlagen sind sauber, da hat sich auch über den Tag nichts dran geändert. Die Anlage ist insgesamt gepflegt, ein passendes Plätzchen ist sicherlich für fast jeden dabei.

Dieser Beitrag wurde zuerst im August 2015 auf meinem Vorgängerblog „Blick auf“ veröffentlicht.

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