Baumwipfelpfad Saarschleife © Cora Berger

Baumwipfelpfad Saarschleife – hoch hinaus im Saarland

Das Saarland hat seit dem 23. Juli 2016 eine neue touristische Attraktion: den Baumwipfelpfad Saarschleife. Spannend sind neue Projekte allemal, vor allem natürlich für uns Touristiker und Reiseblogger, und so freue ich mich, mit euch heute meinen ersten Eindruck teilen zu können. Ich hatte die Möglichkeit, den Baumwipfelpfad schon drei Tage vorher – dem ungefähr bisher heißesten Tag des saarländischen Sommers 2016 – zu besuchen. Yay! Los geht’s, kommt mit auf eine neue Entdeckung.

Die Saarschleife, die sowieso schon zu den Highlights der Region gehört, liegt im nordwestlichen Teil des Saarlandes, bei Mettlach. Im Ortsteil Orscholz hat man vom Aussichtspunkt „Cloef“ aus tolle Aussichten auf die Saar und ihre Schleife. Gefühlt schon immer eigentlich. Diese Aussicht gibt es jetzt für Jedermann zugänglich noch einmal ca. 42 Meter höher. Aber bevor es auf den Aussichtsturm geht, beginnt der Spaziergang erst einmal am „Cloef Atrium“ an der neu aufgestellten Kasse des Baumwipfelpfads. Vorher kann man noch die Tourist-Info mit angeschlossener Regiothek (leckere regionale Produkte!) oder das „Bistro Mirabell“ besuchen. An der Kasse direkt zwischen Bistro und Parkplatz zahlt man seinen Eintritt (10,- € für Erwachsene, es gibt Kinder- und Familientickets und Sonderpreise für Gruppen).

Dann geht es los, in den Wald hinein. Der Weg führt über einen Steg aus Holz. Noch ist das Holz, unbehandelte Douglasie, sehr hell und fällt dementsprechend auf. Laut Aussage der Betreiber dunkelt es nach, wird gräulich und fügt sich damit unauffällig in den Wald ein. Ich bin gespannt, wie es in ein paar Jahren aussieht.

Ein Waldspaziergang auf Höhe der Bäume

Ich liebe Waldspaziergänge. Das hier ist einer der ganz besonderen Art, denn es geht immer höher in Richtung der Baumkronen. „Mit der Natur auf Augenhöhe“ ist der Slogan der Baumwipfelpfade, jetzt kann ich auch genau nachvollziehen, dass dieser super zum Konzept passt. Der Holzsteg schwankt ein ganz kleines bisschen während ich darüber gehe. Das muss er auch, Holz arbeitet ja immer. Nach den ersten paar Metern habe ich mich daran gewöhnt und nehme es kaum noch wahr. Außerdem bin ich viel zu fasziniert von der Natur, den Bäumen und der Aussicht.

Baumwipfelpfad Saarschleife Erste Meter © Cora Berger

Der Pfad windet sich durch den Wald, ganz unmerklich komme ich damit immer höher, den Baumwipfeln entgegen. Es ist toll!

Unterwegs gibt es Spielstationen, wie z.B. eine Wackelbrücke, die seitlich am Weg angebaut ist. Der komplette Pfad ist übrigens für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen geeignet, was ich wirklich toll finde. Wie man auf dem Bild oben sieht, sind die Seiten des Geländers aus Draht, ideal für den Ausblick aus allen Augenhöhen also. Weiter hinten findet sich dann eine von vier Erlebnisstationen, an der man Wissenswertes erfährt, z.B. zu den Waldbewohnern, zur Thematik Totholz (mit anschaulichem Beispiel) zur Saarschleife. Das alles immer in drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Französisch). Super Sache, der Baumwipfelpfad Saarschleife ist ja schließlich in direkter Grenznähe zu Frankreich und Luxemburg.

Baumwipfelpfad Saarschleife weiter Blick © Cora Berger
Der Blick weitet sich

Weiter und weiter geht es durch den Wald, dann weitet sich der Blick über die Baumkronen und ich erahne, dass mich gleich ein toller Blick erwartet. Der Aussichtsturm kommt in Sicht. Sch…, da soll ich hoch??? Ich habe doch Höhenangst… Der Turm ist insgesamt etwa 42 Meter hoch und windet sich in Serpentinen bis zur Aussichtsplattform. Betrachtet man ihn von oben, so stellt er das Spiegelbild der Saarschleife dar.

Hinauf auf den Aussichtsturm

Also gut, los geht’s. Den Ausblick kann ich mir auf keinen Fall entgehen lassen, schließlich ist das genau mein Ding. „Einfach nicht nach unten gucken“ lautet der Rat dazu.

Baumwipfelpfad Saarschleife, Blick vom Turm auf den Pfad © Cora Berger
Blick vom Turm auf den Pfad

Baumwipfelpfad Saarschleife, Erster Blick auf die Saarschleife © Cora Berger

Was soll ich sagen: Es ist der Wahnsinn!! Wirklich! Mit jedem Meter, den ich höher komme, wird mein Grinsen breiter und die Begeisterung größer. Was für ein Blick!

Die Saarschleife liegt direkt vor uns, um uns herum nur grün. Es ist unbeschreiblich schön, viel Stille und viel Weite halten mich gebannt. Der Wind kühlt uns leicht an diesem sehr heißen Tag als wir den Turm hinauf spazieren. Die Höhenangst ist komplett vergessen, so wundervoll ist es hier.

Und weil es so wunderschön ist, lasse ich an dieser Stelle einfach mal ein paar Fotos sprechen. Das sagt mehr als tausend Worte, denke ich. Aber noch mehr als das: Macht euch euer eigenes Bild! Es lohnt sich! Und wenn ihr dann dort seid: Genießt es und habt viel Spaß!

Turm Baumwipfelpfad Saarschleife © Cora Berger

Saarschleife von oben © Cora Berger

Blick vom Turm Baumwipfelpfad Saarschleife © Cora Berger

Cloef vom Baumwipfelpfad Saarschleife aus © Cora Berger

Hier noch ein paar Daten & Fakten zum Baumwipfelpfad Saarschleife

      • Länge des Baumwipfelpfads: 1.250 Meter
      • Höhe des Turms: ca. 42 Meter
      • Eingang am Cloef Atrium, Ausgang am „alten“ Cloefparkplatz, d.h. bis auf den Aussichtsturm hat man keinen Gegenverkehr
      • Betreiber: Erlebnis Akademie AG mit Sitz in Bad Kötzting, Bayrischer Wald
      • Es gibt noch vier weitere Baumwipfelpfade vom selben Betreiber: den Baumwipfelpfad Bayrischer Wald, im Schwarzwald, im Naturerbe Zentrum Rügen und in Lipno (Tschechien)
      • Website und mehr Infos: www.baumwipfelpfad-saarschleife.de

Jetzt bleibt nur noch zu sagen: Einen Besuch auf dem Baumwipfelpfad Saarschleife kann ich wirklich nur empfehlen! Die Aussicht vom Turm ist sicherlich das Highlight, der Rest des Pfades ist aber nicht minder interessant. Allein der Spaziergang auf dieser Höhe und mit der ungewöhnlichen Perspektive auf den Wald und die Bäume um einen herum ist etwas ganz Besonderes. An den Erlebnisstationen lernt bestimmt fast jeder noch etwas dazu und die Spielstationen eignen sich für große und kleine Spielkinder. Viel Spaß euch!

Dieser Beitrag erschien zuerst im Juli 2016 auf meinem Vorgängerblog „Blick auf“.

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1 Kommentar zu “Baumwipfelpfad Saarschleife – hoch hinaus im Saarland

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