Baumwipfelpfad Schwarzwald © Markus Backes

Baumwipfelpfad Schwarzwald

Weite Aussichten aus großer Höhe: Ich liebe sie. Trotz leichter Höhenangst. Und so wollte ich unbedingt auch auf den Baumwipfelpfad Schwarzwald, seit ich das erste Mal davon gehört hatte. Es hat eine ganze Zeit lang gedauert, aber im August 2016 waren wir dann endlich für einen kurzen Kurzurlaub im Schwarzwald und natürlich auch auf dem Baumwipfelpfad. Wow, ich kann euch sagen, die Aussichten sind genau so schön wie auf dem Baumwipfelpfad Saarschleife bei mir daheim im Saarland.

Der Eingang zum Baumwipfelpfad ist auf dem Sommerberg oberhalb von Bad Wildbad. Hoch kommt ihr entweder direkt mit dem Auto, mit der Sommerbergbahn oder zu Fuß. Wir waren an diesem Tag auf einer Wanderung vom Kaltenbronn über die Grünhütte nach Bad Wildbad, da war der Pfad unser Abschluss. Schon kurz nach der Bergstation der Sommerbergbahn sieht man die großen Schilder, ein paar Meter weiter findet sich dann das Kassenhäuschen. Wir sind an diesem Tag dank eines Gewinns bei einem Spiel der Messe für Kurz- und Tagesreisen „MomenTour“ in Pforzheim kostenfrei auf dem Pfad gewesen. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal!

Bergstation Sommerberg © Cora Berger

Ab in die Wipfel der Bäume

Im Gegensatz zum Baumwipfelpfad an der Saarschleife geht es hier im Schwarzwald mal direkt los mit der Höhe. Nach ein paar Metern windet sich die Holzkonstruktion schon über einen Abhang bzw. an dessen Rand entlang. Puh, obwohl ich wusste, was mich erwartet, musste ich mich hier erst kurz an die Höhe gewöhnen. Und habe mich dann erst an den Blick über das Geländer nach unten getraut. Total süß gezeichnete Comics mit einem Eichhörnchen hängen immer mal wieder am Geländer. Sie bringen den Besuchern Infos zu Natur und Landschaft im Schwarzwald näher. Später habe ich erfahren, dass hier eine Comicrallye zur biologischen Vielfalt gemacht werden kann. Tolle Idee!

Didaktische Station Baumwipfelpfad Schwarzwald © Cora Berger

Insgesamt gibt es hier im Schwarzwald, so ist mein Eindruck, mehr Spiel- und Erlebnisstationen als ich sie im Saarland gesehen habe. Mehrfach laufen wir auf einem Stück Weg bei dem der Boden aus Draht besteht und wir so quasi direkt nach unten schauen können. Natürlich führt der Hauptweg weiter über die breiten Bohlen, diese Stücke mit Draht, Trittstufen und Schaukelstufen etc. sind nur Abzweige. Diese kann man nutzen, muss es aber nicht. Ganz witzig finde ich sie auf jeden Fall.

Spielstation Baumwipfelpfad Schwarzwald © Cora Berger

Cora in der Spielstation auf dem Baumwipfelpfad © Markus Backes
© Markus Backes

Die Hauptattraktion für mich ist aber wieder der ganz neue Blickwinkel, der sich mir und den anderen Besuchern hier bietet. „Der Natur auf Augenhöhe begegnen“, das trifft hier wieder absolut zu. Gerade weil wir vorher durch diesen Wald gewandert sind und alles von unten gesehen haben, ist mir dieser andere Blickwinkel vielleicht eher bewusst. Der Pfad führt mal höher an die Wipfel heran, dann wieder in den Wald hinein, die Bäume, die Blätter und Nadeln sind zu Greifen nah.

Baumwipfelpfad Schwarzwald Pfad © Cora Berger

Der Aussichtsturm

Schon von weitem hören wir das Juchzen. Es kommt aus der Rutsche am Turm und schallt durch den Wald, wird lauter je näher wir kommen. Der Turm steht mitten im Wald und sieht aus wie ein Zylinder. „Der Schwarzwaldbecher“ habe ich mir sagen lassen. Denn jeder Turm an einem der Baumwipfelpfade der Erlebnis Akademie hat eine für „seine“ Gegend charakteristische Form. Der Turm an der Saarschleife spiegelt übrigens die Flussschleife.

Turm Baumwipfelpfad Schwarzwald 2016 © Markus Backes
Der Turm kommt in Sicht © Markus Backes

Wir beginnen den Aufstieg und schrauben uns Runde um Runde höher. Auch hier wieder finde ich es spannend, wie sich der Blick mit jedem Meter in die Höhe verändert. Er wird immer weiter, die Ausmaße des dunkelgrünen Tannenteppichs um uns herum werden mir immer deutlicher bewusst. Die typischen Bilder, die man vom Turm im Internet findet, werden geschossen. Kleine Menschen vor weiten Wäldern auf der gegenüberliegenden Turmseite, eine Spirale aus Holz, die sich nach oben hin öffnet. In der Mitte die silbrig glänzende Röhre der Rutsche, aus der immer wieder Schreie und Jauchzen gellen. Nachher werden wir uns auch noch in den Tunnel stürzen, haben wir beschlossen.

Blick aus dem Turminneren auf den Schwarzwald © Cora Berger

Blick in den Aussichtsturm © Markus Backes

Aussichtsturm BWP Schwarzwald Innen © Cora Berger

Aber erst einmal heißt es: Die Aussicht genießen. Denn irgendwann sind wir oben auf der Plattform, knapp 40 Meter über dem Waldboden. Diese läuft einmal im Kreis auf der gleichen Ebene. Am Geländer gibt es kleine Schilder, die mir sagen, was ich hier sehe oder was sich in der Ferne befindet. Zum Beispiel die Saarschleife und damit, zumindest in etwa, mein Zuhause.

Baumwipfelpfad Schwarzwald mit Schild zum Saarland © Markus Backes
Da steht die Saarschleife! © Markus Backes

Blick von der Aussichtsplattform © Cora Berger

Die Sonne scheint, es ist schön warm, hier oben weht ein leichter Wind und mir zu Füßen liegt das dunkle Grün der Nadelbäume, die den Schwarzwald für mich so typischerweise ausmachen. Der Blick ist beeindruckend, wie sollte es auch anders sein.

„Abstieg“ über die Rutsche

Wir genießen die Aussicht und das Wetter noch eine Weile hier oben und machen uns dann auf den Rückweg. Auf ca. 25 Metern Höhe befindet sich eine Plattform, auf der die Rutsche beginnt. Wir stellen uns in die Schlange. Als wir vorne ankommen, müssen wir dem Automaten noch einmal 2,- € pro Nase einwerfen, damit wir rutschen dürfen. Man bekommt einen Rutschsack, eine kurze Anweisung und dann geht es liegend in die Dunkelheit hinab. Und wow, das wird echt schnell dadrin. Spiralförmig geht es abwärts, mir wird kurz leicht schwindelig und dann bin ich auch schon unten und wieder im Hellen auf der Auslaufbahn. Aussteigen, den Rutschsack abgeben und Richtung Ausgang.

Rutsche Baumwipfelpfad Schwarzwald Cora © Markus Backes
Hui! © Markus Backes

Wir machen noch einen kurzen Abstecher in den kleinen Souvenirladen, der wirklich schöne Dinge hat, teils aus der Region. Gekauft haben wir aber nichts. Wir verlassen den Baumwipfelpfad unten im Turm und machen uns auf den Rückweg zur Bergstation der Sommerbergbahn. Unterwegs kommen wir noch an ein paar weiteren didaktischen Stationen des Pfads vorbei, die wir auf dem Hinweg schon gesehen hatten. Schön gemacht, finde ich.

Blick von unten in den Turm am Baumwipfelpfad Schwarzwald © Markus Backes

Mein Fazit

Mir hat der Besuch auf dem Baumwipfelpfad Schwarzwald sehr gut gefallen. Der Pfad ist durch die Comics, die Spielstationen und natürlich die tollen Aussichten vielseitig und der Aufstieg auf den Turm lohnt sich wirklich. Fantastische Ausblicke auf den Schwarzwald locken hier! Der Blick vom Turm an der Saarschleife ist, so finde ich, ein klitzekleines bisschen schöner, das liegt aber für mich daran, dass die Umgebung dort landschaftlich abwechslungsreicher ist. Das trübt das Erlebnis aber auf keine Fall, es war wunderbar! Ich komme gerne wieder.

5 Kommentare zu “Baumwipfelpfad Schwarzwald

  1. Martin Hämmerle

    Liebe Cora, schön, dass wir gleich im ersten Beitrag in Deinem Blog vorkommen. Da bin ich schon ein bisschen stolz darauf! Ich wünsche Dir viel Glück damit und immer gute Ideen 😊
    Ganz liebe Grüße, Martin

    • Lieber Martin,

      hab ganz vielen Dank für Deinen Kommentar! 🙂 Na klar, sehr gerne, der Beitrag stand ja schon lange aus und ich freue mich auch sehr, dass er der erste wirklich neue Post hier ist.
      Ganz liebe Grüße
      Cora

  2. Pingback: Grünhüttentour von Kaltenbronn nach Bad Wildbad – Video – Green Shaped Heart

  3. ha den kenn ich doch ! War auch dort dieses ( letztes ) Jahr im August ! Sehr schöne Aufnahmen die den Wipfelpfad so zeigen wie er ist ! Ich habe auch einen Beitrag darüber gemacht !!!!

    • Hallo Manni,

      Danke schön, freut mich, dass Dir meine Fotos gefallen. 🙂 Ja, es ist einfach herrlich da oben, finde ich auch. Danke für den Hinweis, Deinen Beitrag dazu schaue ich mir noch an.

      Viele Grüße und viel Spaß weiterhin beim Entdecken und Bloggen,
      Cora

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